Responsive Webdesign: Wie gut bist du gerüstet für die mobile Revolution?

Letztes Update: 21. Januar 2017 • 1 KommentarMobile MarketingWebdesign & EntwicklungWebsite

Responsive Webdesign mobile Revolution

Immer mehr Menschen surfen im Internet über mobile Endgeräte wie Handys, Smartphones oder Tablet-PCs und erwarten mobile Websites. Die mobile Revolution hat längst begonnen und ist unaufhaltsam auf dem Vormarsch. Deshalb fragen wir dich: Wie gut bist du mit deinem Business für diese Entwicklung gerüstet?

Was ist „Responsive Webdesign“?

Unter Responsive Webdesign (kurz: RWD) versteht man die anpassungsfähige Gestaltung einer Website um diese für alle verfügbaren Geräte zugänglich zu machen.

Mobilgeräte haben gegenüber einem Desktop-PC einen großen Nachteil: sie haben ein kleines Display auf dem nicht alles Platz hat. Eine responsive Website hingegen passt sich automatisch an die Auflösung des Gerätes an und nutzt den verfügbaren Platz zum Besten.

Das Ziel einer responsiven Website ist es dem Benutzer geräteunabhängig das bestmögliche Nutzererlebnis zu bieten. Der Endbenutzer muss keine App installieren, wird nicht auf eine spezielle oder externe Mobilversion weitergeleitet sondern verbleibt stets auf der eigentlichen Website welche sich den aktuellen Gegebenheiten anpasst.

Dies ist die absolut beste und professionellste Möglichkeit eine Website für mobile Geräte zu optimieren. Es gibt natürlich auch Alternativen wie eine externe mobile Website auf die weitergeleitet wird oder spezielle Plugins die deine Website um die Funktionalität erweitern.

Die Alternativen sind unserer Meinung und Erfahrung nach eher Notlösungen und keine optimale Lösung. Wer wirklich etwas auf seinen Internet-Auftritt hält setzt auf responsive Webdesign.

Ist deine Website für mobile Geräte optimiert?

Wenn du testen willst ob deine Website mobilfreundlich ist, kannst du dazu das von Google zur Verfügung gestellte Tool verwenden:

Test auf Optimierung für Mobilgeräte

Dort gibst du einfach deine Website-URL ein und klickst auf „analysieren“. Anschließend überprüft Google deine Website auf die relevanten Voraussetzungen und gibt dir das Ergebnis aus.

Sollte das Ergebnis negativ ausfallen obwohl deine Website responsive ist, dann schau dir die von Google angegebenen Gründe genauer an. Oft ist es nur eine Kleinigkeit wie falsch geladene Javascripts oder wenn Ordner per robots.txt ausgeschlossen werden.

Wenn deine Website tatsächlich nicht für mobilgeräte optimiert ist, dann besteht akuter Handlungsbedarf.

Warum für mobile Geräte optimieren?

Steigende mobile Nutzerzahlen

Wie bereits erwähnt steigt die Anzahl mobiler Internet-Nutzer stetig weiter. Laut Statistik Austria nutzten über 70 Prozent der Österreicher tragbare Geräte für den mobilen Internetzugang im Jahr 2014. In Deutschland waren es laut Statista im Jahr 2014 fast genau so viel, nämlich 69 Prozent. Definitiv ein Trend den man nicht mehr ignorieren kann.

Mit steigender mobiler Nutzer wird es umso wichtiger dieser Nutzergruppe ein optimales Benutzererlebnis zu bieten. Das bedeutet: Informationen bestmöglich zur Verfügung stellen, damit Informationen jedem zugänglich sind, egal welches Gerät dafür benutzt wird.

Positives Benutzererlebnis

Wenn ein Besucher bzw. potentieller Kunde auf deine Website gelangt, dann ist es natürlich deine oberste Priorität diesem das bestmögliche Benutzererlebnis bieten zu können. Das bedeutet ihm die Informationen die er sucht optimal zugänglich zu machen.

Mit einer auf das Gerät abgestimmten Website erreichst du genau das. Zudem senkt sich automatisch die Absprungrate (auch Bounce-Rate genannt). Sprich mehr Besucher bleiben länger auf deiner Website und klicken auf weitere Unterseiten.

Google hat dies auch erkannt und will seinen Suchmaschinen-Nutzern die bestmöglichen Ergebnisse samt der bestmöglichen User-Experience bieten. Das Resultat: Mobilegeddon.

Google Ranking Faktor: Mobilegeddon

Seit dem 21. April 2015 ist „Mobilfreundlichkeit“ ein Rankingfaktor bei der Suchmaschine Google. Das bedeutet: Webseiten die für mobile Endgeräte optimiert sind werden bevorzugt in den Suchergebnissen gereiht. Dieses Google Update wird in der Szene auch als Mobilegeddon (hergeleitet aus Armageddon, sprich im übertragenen Sinn der Weltuntergang) bezeichnet, weil es die Karten für Suchmaschinen-Optimierer wieder einmal neu mischt.

Die Auswirkungen des Mobilegeddon-Updates waren anfangs kaum spürbar, haben sich inzwischen für viele Webseiten als katastophal herausgestellt. Laut einem t3n Artikel haben 46,6% der nicht-mobilen-Seiten Suchmaschinenpositionen verloren, wohingegen mobiloptimierte Seiten nur 25,4% Rankings verloren haben. Dem gegenüber stehen 19,5% steigende Rankings bei nicht-mobilen-Seiten und 30,1% bei mobilen Seiten.

Unterm Strich sind mobilfreundliche Seiten wesentlich mehr in den Rankings gestiegen und nicht-mobilfreundliche Seiten extrem abgestuft worden. Und das war vermutlich erst der Anfang, denn wie bei bisherigen Google Updates üblich werden neue Algorithmen langsam über Zeit ausgerollt. Hier wird es noch einige Überraschungen geben, da sind wir uns sicher.

Eine wichtige Randnotiz: Mobilfreundlichkeit wird nur bei Suchanfragen mit mobilen Geräten als Rankingfaktor gewertet. Bei einer Suche am Desktop-PC bleiben die Ergebnisse von diesem Rankingfaktor unberührt. Zudem werden mobilfreundliche Seiten in den Suchergebnissen hervorgehoben:

Worauf du bei der Mobil-Optimierung achten musst!

Fokus auf das Wesentliche

Eine Website, die auf eine Breite von 1920 Pixel ausgerichtet ist, hat leider nicht ohne Einschränkungen auf einem kleinen Smartphone-Display Platz. Du musst dich daher entscheiden welche Inhalte für deine Besucher am wichtigsten sind und diese entsprechend aufbereiten.

Nutze den verfügbaren Raum so effektiv wie möglich. Das bedeutet wichtiges kommt zuerst und weniger wichtiges später. Die wichtigen Elemente bzw. Informationen auf deiner mobilen Website sollen oben angezeigt werden, und weniger wichtige nach unten verschoben oder gar ausgeblendet werden.

Mach nicht den Fehler einfach willkürlich und ohne Rücksicht auf Verluste Elemente auszublenden – wenn etwas von der Bildfläche verschwinden soll, dann muss das gut durchdacht sein!

Achte darauf, dass das Erscheinungsbild deiner Website in allen Auflösungen stets erkennbar bleibt. Egal mit welchem Gerät ein Besucher auf deine Seite gelangt, er muss sofort erkennen bei wem er hier gelandet ist. Das Stichwort hierfür lautet: Wiedererkennungswert.

Erwartungen von Besuchern

Mit der Zeit haben sich, wie bei herkömmlichen Websites, auch bei mobilen Websites bestimmte Erwartungen bei Besuchern manifestiert. Oben wird in der Regel das Logo angezeigt mit Link auf die Startseite. Rechts daneben oder darunter die Navigation, dargestellt mit drei horizontalen Strichen. Danach kommt der Inhaltsbereich mit Texten, Bildern und Videos. Die Sidebar wird unter den Inhaltsbereich verschoben und anschließend kommt auch schon der Fußbereich der Website.

Das ist natürlich nur ein Beispiel. Ein sehr wichtiges allerdings, denn der Grundaufbau von mobilen Seiten ist in der Regel sehr ähnlich. Hier und da kannst du natürlich auch kreativ sein, allerdings solltest du unbedingt darauf achten, dass du die Erwartungen deiner Besucher erfüllst. Ein Logo das nicht auf die Startseite verlinkt kann deine Besucher schnell verärgern. Lege deinen Fokus auf deinen Besucher und die Informationen die du zur Verfügung stellst.

Verständliche Navigation

Eine wichtige Rolle beim Responsive Webdesign spielt die Navigation. Die Navigation ist eines der wichtigsten Elemente deiner Website, denn es hilft deinen Besuchern die gewünschten Informationen zu finden. Auf einer mobilen Website ist der Platz dafür eingeschränkt und eine Navigationsstruktur mit mehreren Ebenen kann schnell überfordern. Es ist daher sehr empfehlenswert hier etwas mehr Hirnschmalz zu investieren.

Denke immer daran: im Fokus steht dein Besucher. Ich habe schon Webseiten gesehen wo wichtige Menüpunkte einfach ausgeblendet werden weil sie in der Mobilversion keinen Platz mehr hatten. So etwas ist natürlich nicht akzeptabel. Strukturiere deine Navigation so, dass deine Besucher in jedem Fall in alle Bereiche deiner Website finden, ohne sie zu überfordern. Eine gute Navigationsstruktur erklärt sich von selbst und ist Idiotensicher!

Schnelle Ladezeiten

Wenn ein User unterwegs mit seinem Mobilgerät auf einer Website surft, dann hat er dafür nicht immer den Luxus von schnellem Internet. Oft kann das Internet über das Handynetz ziemlich langsam sein. Bei mobilen Webseiten ist es daher enorm wichtig, dass die Seite schnell lädt damit der Besucher nicht schon abspringt bevor sich die Seite aufgebaut hat.

Bei immer schneller werdenden Internet-Verbindungen würde man denken, dass das kein Problem sein sollte. Falsch gedacht! Das Problem: heutige Webseiten sind viel umfangreicher und ressourcenlastiger geworden. Es werden große Bilder verwendet, viele Javascript Effekte eingesetzt und vieles mehr.

Ein gutes Responsive Webdesign wirkt diesem Trend entgegen und konzentriert sich auf das wesentliche. Es dürfen nur Dateien geladen werden die wirklich notwendig sind. Große Bilder müssen in kleineren Formaten zur Verfügung stehen damit in einer Auflösung von 320×480 kein 1920×1080 Full-HD Bild geladen wird.

Schnelle Ladezeiten ist zudem ein Rankingfaktor bei Google und wirken sich positiv auf das Suchmaschinen-Ranking aus. Hier lohnt es sich auf jeden Fall einen genaueren Blick zu riskieren und die Ladezeit gegebenfalls zu optimieren.

Die Ladezeit testen kannst du übrigens mit dem kostenlosen Tool: Pingdom. Einfach deine URL eingeben und Pingdom gibt dir hilfreiche Informationen zu deiner Ladezeit. Ein weiteres hilfreiches Tool zur Optimierung deiner Ladezeit ist: PageSpeed Insights von Google. Dort erhältst du genaue Handlungsanweisungen wie du die Ladezeit für Mobil und Desktop verbessern kannst.

Wann lohnt sich eine mobilfreundliche Website?

Eine mobilfreundliche Website ist in Zeiten extrem steigender mobiler Nutzung nicht mehr wegzudenken. Selbst, wenn die Zielgruppe weniger aktiv mit mobilen Endgeräten im Internet surft und überwiegend normale Desktop-Computer verwendet.

Bei uns sind es nur knapp 20 Prozent mobile Nutzer auf der Seite – was relativ gering ist. Wir haben Kunden die über 40 Prozent mobile Besucher verzeichnen können. Ein Blick in die Besucherstatistiken (Google Analytics, etc.) kann hier genauere Daten bieten.

Wenn eine Website neu gestaltet wird, empfiehlt es sich auf jeden Fall diese in diesem Zuge gleich mit responsive zu machen!

Wenn die Seite schon besteht, aber nicht mobilfreundlich ist, kannst du entweder auf ein Theme/Template umsteigen das den Anforderungen entspricht oder die bestehende Lösung anpassen (lassen). Letzteres ist besonders dann sinnvoll wenn eine individuelle Lösung besteht und diese beibehalten werden soll.

Was die beste Lösung ist kommt auf den Einzelfall an. Wir haben schon viele bestehende Webseiten für mobile Endgeräte optimiert, bei Fragen einfach ein Kommentar schreiben oder Kontakt aufnehmen.

Unterm Strich lohnt sich eine responsive Website langfristig immer. Spätestens seit dem Google Update vom 21. April 2015 ist es quasi zum „Muss“ geworden. Google hat die enorme Wichtigkeit der mobilen Zielgruppe erkannt und wird auch weiterhin klare Schritte in diese Richtung setzen und das solltest du auch. Jetzt ist die perfekte Zeit dafür!

Deine Meinung ist gefragt!

Wie stehst du zum Thema Responsive Webdesign und die Optimierung für Mobilgeräte? Ist deine Website schon mobilfreundlich oder hast du bisher noch gezögert? Welche Erfahrungen hast du gemacht? Wir sind auf deine Meinung gespannt und freuen uns auf dein Kommentar!

Ein Kommentar:

  1. Onma

    Hallo
    Guten Tag
    Netter Blogbeitrag. Bieten Sie Informationen für alle über reaktionsschnelles Webdesign und wie können wir uns auf mobile Evolution einstellen. Danke, dass Sie diese Informationen weitergeben. Ich hoffe, bald wieder mehr informative Blogs von Ihnen zu lesen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Onma

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